In: Kommunikation| Netzkultur| iPhone
10 Feb 2010Seit gestern gibt es nun Google Buzz – die (verspätete?) Antwort aus Mountain View auf Twitter und Facebook. „Relevanz im Lärm“, so das Argument im offiziellen Google-Blog zur Einführung von Buzz. In letzter Zeit war bzw. ist Google ins Kreuzfeuer geraten: Wer vorhandenen Informationen neu organisiert, offen zugänglich und nutzbar macht; also Daten sammelt und damit Geld verdient – kann das ein „Guter“ sein?!
Sicher werden alle GMail-Nutzer Buzz in den nächsten Tagen testen. Besonders für Träger von Mobilgeräten mit GPS könnte die neue Anwendung interessant sein, denn man kann seine Position via „Buzz-Karte“ entsprechend veröffentlichen und „Buzzer“ in der Nähe finden.
Ich höre schon den Aufschrei der Datenschützer a la „gläserne Nutzer“ usw. Ich meine: Wenn es SELBSTBESTIMMT ist, eigentlich kein Problem. Ein mulmiges Gefühl bleibt aber irgendwie. Buzz erinnert mich sehr stark an die Fiktion von Robin Sloan und Matt Thompson in „Google EPIC“ aus dem Jahr 2004/2005:
Die Realität ist schneller …
+++ NUR FÜR TWITTER-NUTZER! +++ Die Twitter-Oberfläche (Webfrontend) ist ein graus: Nutzerfreundlichkeit sieht anders aus. Von der Benutzeroberfläche her gefällt mir der Facebook-Stil. Das gibt es auch für Twitter: Seit ein paar paar Wochen ist der Web-Client twazzup in geschlossener Beta-Phase nutzbar. Diese alternative Twitter-Oberfläche mit zahlreichen Zusatzfunktionen (mir gefällt besonders die Link-Vorschau), solltest Du einfach mal testen. Ansonsten schau Dir kurz das Video an.
Für die Beta-Nutzung benötigst Du eine Einladung; die ersten zehn können gern meinen Code verwenden: udlc
In den vergangenen Monaten ist die Zahl meiner iChat-Kontakte gewachsen, denn Freunde und Verwandte sind vom Windows-PC zum Mac gewechselt. Hier ein Tipp für alle, die iChat nutzen:
Es hat ein paar Monate gedauert, aber jetzt hat Kent Sutherland die iChat-Erweiterung Chax für Snow Leopard [MacOS X 10.6] aktualisiert. Hier eine Auswahl der Funktionen:
Übrigens: Chax ist auch in der Version 3.0 weiterhin kostenlos.
Nach einer Blog-Pause mal wieder ein kleines Zeichen meiner Existenz – und zwar mit der Antwort auf eine Frage, die mich gestern beschäftigte: Wie lösche ich am Mac Daten von einem USB-Stick, ohne meinen ganzen Papierkorb entleeren zu müssen?
Zeige mir bitte den Mac-User, für den der Papierkorb keine Zwischenablage ist. Der Scheibtisch ist voller Icons? Ab in den Papierkorb. Der Downloads-Ordner quillt über? +A und +⇐ – Trash! Doch es bleibt das mulmige Gefühl, irgendwas davon brauche ich noch. Also leerst Du „erstmal“ nicht den Papierkorb. Der Anfang der verhängnisvollen „Papierkorb-Spirale“.
Denn: Plötzlich musst Du Daten auf einem USB-Sick weitergeben [Der andere hat kein schnelles Internet: FTP-Server o.ä. scheidet aus. Ja, Rohlinge sind schon lange auf Deiner Einkaufsliste, …] . Doch es wäre „nett“, wenn der andere nicht irgendwelche Deiner persönlichen Daten auf dem Datenträger mitnimmt. Ab in den Papierkorb genügt nicht, denn sie sind ja nicht gelöscht. Und den Papierkorb entleeren kommt aus o.g. Grund auch nicht in Frage.
Um‘s kurz zu machen: Heute hatte ich dieses Problemchen. Und ein kleines Programm namens Curb ist hier die einfache Lösung. Die kostenfreie Software bietet gleich drei Möglichkeiten, den Papierkorb des beschreibbaren Wechselträgers (also nicht nur USB-Sicks) komfortabel mittels Drag and Drop zu leeren:
Tolles Tool von Mickey Roberson, der auch das ebenfalls für die tägliche Arbeit am Mac nützliche Werkzeug NameChanger (zur einfachen Umbenennung eine Liste von Dateien) veröffentlicht hat.
In: Fundstücke| Kommunikation| Software
21 Dez 2009Wer zwischen Weihnachten und Neujahr ein paar Stunden Zeit und natürlich Muße hat, sollte sich vielleicht Prezi ansehen. Die im Frühjahr 2009 veröffentlichte Visualisierungslösung aus Budapest scheint äußerst interessant zu sein.
Die Prezi-Entwickler versprechen ein Tool, welches Ideen aus Texten, Bildern, Videos, Tönen, PDFs, etc. zu einer intuitiven Flash-Darstellung verbindet. Eine 4-Minuten-Einführung gib‘s hier. Eine öffentliche Präsentation bis 100 MB ist kostenfrei, Pro-Versionen kosten dann 59 bzw. 159 Dollar/Jahr.
{Unten rechts kannst Du den Vollbildmodus aktivieren.}
Kreatives Denken benötigt eine lebendigere Darstellungsform – Folien sind Schnee von gestern … Ob‘s stimmt, musst Du selber testen (ich auch).
Na das hat ja wirklich gedauert: Vor über einem Jahr brachte Google seinen Browser Chrome für Windows heraus – jetzt gibt es ihn auch für den Mac. Natürlich habe ich ihn auch gleich geladen. Der Browser ist deutlich schneller als Firefox (was auch keine Kunst ist); ob er Safari schlägt, werden diverse Spezies sicher bald veröffentlichen.
Die Entwickler haben grundsätzlich eine gute Arbeit geleistet; der Browser läuft stabil. Doch meine Frage: Was habe ich nun davon?!

Denn: Die Erweiterungen sind leider (noch) nicht installierbar. Da fühle ich mich als Mac-User von Google schon benachteiligt – aber ehrlich gesagt: Ich bin mit Safari 4 eigentlich sehr zufrieden. Vielleicht finde ich noch meinen „Mehrwert“ von Chrome.
In den losen Assoziationsmustern der Formenwanderung erlaubt Jens Luniak, die Schlagkraft der Zeichen zu kontextualisieren und klassische Künstlerpositionen als Migration der Form bedeutsam sein zu lassen. Ästhetische Grunderfahrung der aus der Mottenkiste postmoderner Ideologie stammenden Arbeit “JEPIX.de” ist der utopische, leere Kern.
Das klingt … äh. Na vielen Dank für die diese Kritik!
Roger Martin Buergel ist der unfreiwillige Namenspate der Buergelmaschine, die „Phrasendreschmaschine 2.0“ – erstellt von der Zeitschrift EXOT.
Nicht mehr ganz neu – aber immer wieder gut:
Danke an Micha für den Tipp. Und ich dachte, er sei ein Intellektueller.
Wie erstellt man eigentlich ein Bildschirmfoto [neudeutsch: Screenshot] auf dem iPhone?
Die Lösung ist denkbar einfach [wenn man es weiß]:
Im Fotoalbum wird dann unter »Aufnahmen« ein PNG-Bild mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixel abgelegt und kann dann – wie üblich – auf den Rechner geladen werden.

Klingt einfach – ist es auch.
Was macht der Mac-User, wenn man eine Stunde »geschenkt« bekommt? Wer will, kann sich ruhig OnyX ansehen. Das Dienstprogramm zur Wartung, Optimierung und Personalisierung Deines Mac ist mehr als nur »nett«. Die aktuelle Version 2.1b5 scheint den Umstieg auf Snow Leopard (MacOS X 10.6) vollzogen zu haben [offiziell immer noch Beta].
Nun muss auch nichts mehr installiert werden: einfach die geladene Anwendung von an eine beliebige Stelle [der Programme-Order bietet sich hier selbstverständlich an] auf die Festplatte verschieben und starten.
OnyX ist kompatibel mit allen Macintosh auf PowerPC-und Intel-Computer mit MacOS X 10.5 oder höher. Beim Start will OnyX den S.M.A.R.T.-Status und die Dateistruktur der Festplatte (Startvolume) überprüfen. Bei der ersten Benutzung sollte man sich die Zeit nehmen.
Um einwandfrei zu funktionieren, muss OnyX von einem Administrator-Benutzerkonto ausgeführt werden. Daher fragt OnyX beim Start auch nach dem Admin-Kennwort.
WICHTIG: Bevor Du die Funktionen von OnyX »erkundest«, solltest Du unbedingt mit TimeMachine ein Backup erstellen!

Probiere es einfach aus. OnyX ist ein gutes und kostenloses Tool von Titanium Software. Die zum Programm gehörende Hilfe erklärt Dir im Zweifel, was die jeweilige Funktion bedeutet und bewirkt. Doch wie immer gilt: Wenn Du nicht weißt, was Du tun willst – lass‘ es lieber sein. Oder lebe mit dem Risiko.
In: DTP| Fundstücke
24 Okt 2009Gebrauchsanleitungen zum Thema Bildbearbeitung – speziell die Arbeit mit Photoshop – gibt es viele. Jetzt entdeckte ich FotoTV, ein gutes Angebot mit dem die Macher auch Geld verdienen möchten. 20 ausgewählte Filme kann man sich nach der kostenfreien Registrierung ansehen; das Jahresabo kostet dann nicht ganz unbescheidene 71,40 Euro.
Das Video »Fotos für den Druck optimieren« von Pavel Kaplun hat mich zunächst überzeugt, dass ich mich für den kostenfreien Bereich von FotoTV angemeldet habe. Von den dann frei verfügbaren Filmen sind das meine persönlichen Favoriten:
Das Angebot ist äußerst professionell – keine Frage. Mit einem Bezahlabo hadere ich trotzdem noch.
Jepix-Tipp: Wer auch Photoshop nutzt, sollte sich bei d-picture.com die kostenfreien Schulungsvideos von Pavel Kaplun zum Thema Schnellauswahl/Lasso laden (zeitlich begrenzt) und ansehen.
Viele Verlage experimentieren darüber schon seit Jahren – aber (meist) nur gedanklich. Zwei Berliner Studenten zeigen den großen Medienhäusern jetzt, wie es gehen soll: Niiu – die erste komplett individualisierte Tageszeitung Deutschlands wird ab dem 16. November 2009 verschiedenste Print- und Online-Inhalte regionaler, bundesweit erscheinender und internationaler Zeitungen sowie die Essenz aus dem Internet in gedruckter Form verbinden.
Kunden können ihre individuellen Inhalte über eine webbasierte Plattform zusammenstellen. Diese persönliche Mischung wird digital auf 24 Seiten gedruckt und täglich (außer sonntags) bis 8 Uhr in den Postkasten geliefert.
Aus folgendem bunten Tageszeitungsstapel kann zum Niiu-Start – leider nur in Berlin – ausgewählt werden:
Hinzu kommen zahlreiche Internetpartner von kicker.de, blogpiloten.de, dowjones.de, über basicthinking.com, wikipedia.org bis presseportal.de. Persönlicher »Redaktionsschluss« ist jeweils 2 Uhr nachts.
Die Zeitung im Tabloid-Format soll 1,80 Euro bzw. 1,20 Euro für Schüler, Zivis, Azubis und Studenten kosten.
Insgesamt ein viel versprechendes und äußerst ehrgeiziges Projekt, welches die beiden Studenten Hendrik Tiedemann (27) und Wanja Sören Oberhof (23) hier stemmen wollen. Klappt der Test in der Hauptstadt, soll bald der Sprung nach Frankfurt/Main und München kommen. Entgegen aller Bedenken: Viel Erfolg!
Alle Infos unter www.niiu.de; die Site ist seit gestern online und hat noch zahlreiche Bugs. Hoffentlich kein schlechtes Omen.
Danke an Wanja Sören Oberhof für die Übersendung.
Buchstabieren der bewegten Art ist DanceWriter. Hier kann man sich zum Beispiel seinen Namen vortanzen lassen und seine Botschaft auch als Animation per E-Mail versenden. Über das Alphabet kannst Du Dir eine eigene Choreographie erstellen.
Für die Experimenta 2009 hat Peter Bil’ak sein Projekt aus 2007 neu in Version 2.0 umgesetzt:
Die Besucher können ihre Botschaft über ein Touchscreen eingeben und der Text wird durch die Bewegungen der Tänzerin wiedergegeben. Sehr elegant.