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14. Okt 2009
Viele Verlage experimentieren darüber schon seit Jahren – aber (meist) nur gedanklich. Zwei Berliner Studenten zeigen den großen Medienhäusern jetzt, wie es gehen soll: Niiu – die erste komplett individualisierte Tageszeitung Deutschlands wird ab dem 16. November 2009 verschiedenste Print- und Online-Inhalte regionaler, bundesweit erscheinender und internationaler Zeitungen sowie die Essenz aus dem Internet in gedruckter Form verbinden.
Kunden können ihre individuellen Inhalte über eine webbasierte Plattform zusammenstellen. Diese persönliche Mischung wird digital auf 24 Seiten gedruckt und täglich (außer sonntags) bis 8 Uhr in den Postkasten geliefert.
Aus folgendem bunten Tageszeitungsstapel kann zum Niiu-Start – leider nur in Berlin – ausgewählt werden:
Hinzu kommen zahlreiche Internetpartner von kicker.de, blogpiloten.de, dowjones.de, über basicthinking.com, wikipedia.org bis presseportal.de. Persönlicher »Redaktionsschluss« ist jeweils 2 Uhr nachts.
Die Zeitung im Tabloid-Format soll 1,80 Euro bzw. 1,20 Euro für Schüler, Zivis, Azubis und Studenten kosten.
Insgesamt ein viel versprechendes und äußerst ehrgeiziges Projekt, welches die beiden Studenten Hendrik Tiedemann (27) und Wanja Sören Oberhof (23) hier stemmen wollen. Klappt der Test in der Hauptstadt, soll bald der Sprung nach Frankfurt/Main und München kommen. Entgegen aller Bedenken: Viel Erfolg!
Alle Infos unter www.niiu.de; die Site ist seit gestern online und hat noch zahlreiche Bugs. Hoffentlich kein schlechtes Omen.
Danke an Wanja Sören Oberhof für die Übersendung.
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5 Reaktionen zu niiu – Die erste komplett individualisierte Tageszeitung Deutschlands kommt
Tweets die JEPIX - Medienproduktion, Netzkultur und Kommunikation erwähnt -- Topsy.com
am 14. Oktober 2009 um 05:18 Uhr
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Jens Luniak, Thomas Liebscher erwähnt. Thomas Liebscher sagte: RT @jepix_de niiu – Die erste komplett individualisierte Tageszeitung Deutschlands kommt http://bit.ly/jXemK [...]
Markus
am 14. Oktober 2009 um 08:27 Uhr
Da kann man ja wirklich nur die Daumen drücken! Ziehst du mal nach Berlin (kurzzeitig) um den Service auch richtig testen zu können? Sollte man schon wenn man darüber schreibt.
Noch ne kleine Nachfrage: Was ist basicthinking.com? Hoffe nur ein Schreibfehler und nicht wirklich Contentlieferant
Jens
am 14. Oktober 2009 um 15:44 Uhr
Dann sicher basicthinking.DE — eine Site, die auch schon bessere Tage erlebte. Würde die nicht für richtig Geld versteigert?
Update: Übrigens wussten basicthinking.de offensichtlich selber nicht so Bescheid:
http://www.basicthinking.de/blog/2009/10/16/niiu-naht-die-rettung-der-printmedien/
Andreas
am 30. Oktober 2009 um 11:08 Uhr
was ist denn daran niiu? hier versucht man, print übers internet rechts zu überholen – das nenne ich nun mal wirklich content-klau. und die leidige – ich weiß, ich weiß – aber dennoch bis heute nicht überzeugend beantwortete frage bleibt: wer löhnt für den inhalt resp. die journalisten? Sollen sie doch niiu von bürgerjournalisten oder bloggern vollkritzeln lassen – machen sie aber nicht, warum wohl? weil es dort keinen qualitätsjournalismus gibt, der diesen namen verdient hat? Und:nie geben wird? fragt sich
mr. roth
Jens
am 30. Oktober 2009 um 16:51 Uhr
Also Andreas: Klauen ist doch, wenn es unerlaubt erfolgt. Die Veröffentlichung erfolgt m. E. mit Zustimmung der Verlage. Ob und wie die Abrechnung erfolgt, das würde mich auch interessieren.